Popkomm 2011 - Tag 2

Mit leichter Verspätung ist die Redaktion auch am zweiten Tag der Popkomm-Messe wieder zu einem Kurzaufenthalt in Tempelhof eingeflogen, wo Animateure und Akteure quer durch die Musikbranche ihre aktuellen Projekte präsentieren.

Ohne große Eingangsreden begannen ab 10 Uhr die Panels und Roundtables, deren Fokus an diesem Tag vermehrt auf den jeweiligen Bedürfnissen des Künstlers lag. Dazu präsentierte Prof. Matthias Gülzow von der Macromedia Hochschule die Ergebnisse der Studie "Kreative fordern Technik". Über die Plattformen Spotify, Sell A Band, Vimeo u.a. Bekannte hinaus, wurden verschiedenste Portale der Kategorien Vertrieb, Crowd Funding & klassische Promotionportale in acht Hauptkriterien einem Stresstest unterzogen, um Möglichkeiten aufzuzeigen, als Künstler seine Musik auch im digitalen Zeitalter weiter gewinnbringend vertreiben zu können. So kam heraus, dass sich Künstler im Vertrieb demnach Portale wie Sellaround oder Restorm merken sollten, die zwar noch unbekannter sind, in den Testergebnissen aufgrund von Transparenz und Verfügbarkeit jedoch besser als Soundcloud und anderen gängigen Seiten abschnitten.

Genaueres zur Studie stellt die Hochschule auf ihrer Homepage zum Download bereit.

Zur rechtlichen Situation eines selbstständigen Onlinevertriebs, Urheberrecht und effiziente Vermarktung wurden im Media_Gate der Messe weitere nützliche Workshops & Keynotes angeboten in Sachen

- Rechtliches zum Thema Cloud Distribution

- Copyright & Internet

- Neue & Alte Potenziale der Radiopromotion

- Creative Commons

Wer sich zwischenzeitlich in der Haupthalle den Luxus eines Kaltgetränks leistete, hatte die Möglichkeit Vertreter der GEMA und erstmals mit dabei auch GVL für eine sowohl individuelle als auch allgemeine Beratung zum Schutz seiner eigenen Leistungsrechte zu treffen. Vor allem die GEMA, in vielen Messekonferenzen eher negativ diskutiert aufgrund ihrer anhaltenden Kooperationsunwilligkeit in Sachen Musikvideostream in Deutschland, bemühte sich um ein sehr kundenfreundliches Erscheinungsbild mit eigenen ShowCases vor Ort. Die durchgehend unbekannten Newcomer Bands vermochten die Aufmerksamkeit allerdings nicht wirklich auf sich zu lenken.

Der Fokus in der Haupthalle fiel am Donnerstag gegen 17Uhr zweifellos auf den Messestand von Finnland. Livemusicstage.com, ein junge Onlineplattform aus Finnland, gab eine exklusive Demonstration ihres Portals, welches nach Beendigung der Testphase vorsieht, in regelmäßiger Frequenz eigens konzipierte Livekonzerte national und international bekannter Bands in alle Welt zu streamen. Ein Vertreter von LiveMusicStage erklärte uns dazu, dass die Seite ein Abrechnungssystem vorsieht, dass zugunsten von der User nicht in einem Abonnement, sondern regulären Tickets besteht, die einmalig zur Teilnahme am jeweiligen Onlinekonzert erworben werden können.

Der Eintritt zu dem Konzert am Donnerstag war für uns natürlich noch kostenlos: Für die Präsentation stellte sich keine geringere als die finnische Rockband Negative zur Verfügung, die vor den Augen der Messeteilnehmer ihr weltweit erstes Unplugged-Konzert spielten – selbstverständlich in HD.

Ob auch CALLMEKAT aus Dänemark und die zahlreichen anderen Live Showcases der Berlin Music Week eine so beeindruckende Show boten, konnte jeder, der Zeit und Lust hatte, noch persönlich auf den verschiedensten Live-Bühnen der Stadt herausfinden. Wenn am Flughafen abends die Signallichter erloschen, verlagerte sich die Konzerte der insgesamt 115 Popkomm-Künstler aus aller Welt in Magnet, Kulturbrauerei, K17 u.v.m

Kurzmeldungen

19 Jahre ist der Newcomer aus Berlin erst alt. Mit traplastigen Beats und traumhaftem Video meldet er sich jetzt zu Wort. Hier könnt ihr euch seine EP holen.

Erst heute Morgen veröffentlichte Kay One den Namen und das Cover zu seinem neuen Album und schon folgt das erste Video. Man kann ihn mögen oder nicht aber Rappen kann der Junge. Produziert wurden beide Tracks von Gorex. Das neue Album könnt ihr HIER vorbestellen .

Endlich veröffentlicht Kontra K auch das Video zu "Atme tief ein" vom neuen Album "Labyrinth". Hier könnt ihr das Album bestellen

Elias’ Single „Revolution“ hat ja bereits weltweit die Runde gemacht und Leute umgeworfen. Nun legt uns der junge Singer-Songwriter seinen Song „Down N Out“ mit einem beeindruckenden, aufwändigen Video ans Herz. Irgendwie mussten wir da an Björk denken. Aber schaut einfach selbst.

Die Single "Don't Go" vom Sänger und Songwriter Reece ist bereits im letzten Jahr zu einem kleinen Internet-Phänomen geworden. Nun hat der Berliner Producer Jumpa seine Version des Tracks veröffentlicht. Etwas housig und nach vorne gehend und mit dem Potenzial ein richtiger Radio-Hit zu werden.

Es ist immer wieder beeindruckend, was für tolle Tracks man mit denkbar überschaubarem Equipment zaubern kann. Rico Loop braucht dafür nur ein Micro und seine Loop-Station. Eine Bühne braucht er dafür auch nicht. Den Part übernimmt die Oranienstraße in Kreuzberg, die er auf kreative Weise in diesen...

Mitte August kommt der CD-Comics-Action-Streifen Suicide Squad in die Kinos. Da die Produzenten des Films nicht nur visuell auf die Kacke hauen wollten, haben sie einen dicken Soundtrack zusammengestellt, für den auch einige exklusive Tracks produziert wurden. Den Anfang machen Skrillex und Rick...

Herzog erläutert uns die Philosophie hinter dem Kiffen in seinem neuen Video aus dem Album “Vollbluthustler“. Produziert wurde der Song von 86kiloherz.

"Mount Ninji And Da Nice Time Kid" wird das kommende Album der Zef-Raver heißen. Erscheinen wird es am 16.09.16 Eine erste Single gibt's auch schon: "Banana Brain". Hier könnt ihr sie euch angucken. " Mount Ninji And Da Nice Time Kid" könnt ihr hier vorbestellen .

Durch Moderats Album "III" haben wir uns bereits X-mal durchgehört. Da ist ein wenig Abwechslung nicht schlecht. Die kommt in diesem Fall vom deutschen Techno-Duo Âme, die den Track "Running" ge-remixt haben. Schönet Ding. Falls ihr es noch nicht schon längst habt, könnt ihr "III" von Moderat hier...

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