New Music Award 2011 #BPMA

Zur Eröffnung der Berlin Music Week gibt sich einer der erfolgreichsten Nachwuchswettbewerbe im Admiralspalast die Ehre. Am Dienstag präsentieren sich die Finalisten des New Music Award in Berlin.

Berlinmusic.tv hat sich alle Bands angehört und findet es kann nur einen Gewinner geben. Jonas David!

Newcomerwettbewerbe sind oft reine Zeitverschwendung, und die Jury alles andere als hochkarätig. Doch mit der größtmöglichen medialen Aufmerksamkeit schaffen es einige solcher Veranstaltungen wahrgenommen zu werden. Der New Music Award ist so eine Talentshow, die von den ARD-Programmen Bremen Vier (Radio Bremen), DASDING (SWR), 1LIVE (WDR), Fritz (rbb), MDR SPUTNIK, N-JOY (NDR), on3 (BR), 103.7 UnserDing (SR) sowie YOU FM (hr) organisiert wird. 2009 haben den mit 10.000 Euro dotierten Preis übrigens die Tierliebhaber von Bonaparte gewonnen und 2010 Kraftklub, die als Bonbon ebenfalls auftreten werden.

In der Jury sitzt auch kein semiprofessioneller Musikproduzent oder ein arriviertes Model, sondern Joy Denalane, Mira Pfetzing, Managerin der Band Juli und die Musikredakteure Andy Löffler, 1LIVE, Hendryk Proske, SPUTNIK, und Axel vom Bruch, N-JOY.

Neun Bands haben es in die Endrunde geschafft, entzückt hat aber leider nur einer. Die Wuppertaler Band Jonas David erreicht mit minimaler Instrumentierung und poetischen Balladen genau die Wirkung, die Musik auf den Hörer haben sollte und stellt alle anderen Konkurrenten in den Schatten.

Die Finalisten im Überblick:

The Dashwoods: Die Musiker zwischen 18 und 21 Jahren kommen aus Bremen und Hamburg und spielen charmanten, aber hölzernen Indiepop. Ein besseres Englisch würde dem weiblichen Gesang ganz gut tun.

Ira Atari: Die studierte Pianistin aus Kassel hat ihr Soloalbum auf dem an stilistischer Vielfalt verarmten Label Audiolith veröffentlicht. Tolle Stimme, die wie Roisin Murphy nach einem Zuckerschock klingt, aber die minimalistischen Electropopnummern, die in Zusammenarbeit mit Jacob von Frittenbude erarbeitet wurden, sind so ernüchternd wie ein Audiolithabend ohne Alkohol.

Random Hero: Die Punk-Pop-Electroband kommt aus Erlangen, hat gerade ihr 2. Album veröffentlicht und singt englisch. Vorbilder sind Blink 182 und Jimmy Eat World.

Feinkost: Auch wenn Schleim manchmal das Leben besser darstellt, heisst das noch lange nicht, das es noch mehr davon geben sollte. Die Hamburger Band Feinkost hat aber immerhin talentierte Musiker und einen Sänger, der sich in deutschen TV-Serien herumtreibt. Die glattgebügelten deutschen "Sei nicht traurig” Balladen können aber andere besser.

Captain Capa aus Bad Frankenhausen: Ein lustiges Electropopduo aus dem Thüringer Wald, dass bereits auf Audiolith "Tote Tiere” veröffentlicht hat.

Tuó aus Wolfratshausen: Tasmin und Oda kommen aus Bayern und spielen zweistimmigen liebevollen Folk, der die Welt der beiden Teenager reflektiert.

Pickers: Nach dem Abitur zogen die vier Jungs nach Berlin, zogen sich Anzüge an und definierten Arctic Monkeys Songs neu. Also alles, was Mädchen mit einem gewissen Niveau beeindruckt.

Jonas David aus Wuppertal: So unsagbar schön und tief berührend singt der junge Singer-Songwriter teilweise im Falsetto, dabei bleibt die Instrumentierung reduziert und die Texte formulieren Worte, die auch von Bob Dylan stammen könnten.

The Astronaut's Eye aus Mannheim: Selbstbewusster, fröhlicher Indiepop.

Die Tickets werden leider nur von den Radiosendern und Bands verlost.

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