Ein schlechtes Wochenende für Festivals

Irgendwie war das nicht das Wochenende für deutsche Festival-Besucher. Wir fassen die Ereignisse der letzten Tage zusammen.

Die neue Müritzer Seenplatte

Bei der Anreise dürfte den meisten Besuchern des Fusion-Festivals in Lärz bereits klar gewesen sein, dass dies ein ziemlich ungemütliches Wochenende werden würde. Dunkle Wolken verfinsterten das weite Gelände und ein nerviger Niesel gab einen Vorgeschmack auf das, was noch folgen sollte. Denn es wurde noch schlimmer. Selten gesehene Wassermassen prasselten über das gesamte Wochenende ununterbrochen auf das Party-Volk nieder und verwandelten die Fusion in eine riesige Seenlandschaft. 

Offizielle Fotos gibt es wegen der Abneigung der Veranstalter der Presse gegenüber leider nicht, doch in den sozialen Netzwerken kursierten eine Menge skuriler Bilder von schwimmenden Zelten und Pfützen epischer Ausmaße. Das beeindruckende: Die Fusion-Besucher ließen sich davon nicht stören, machten das Beste daraus und feierten den Niederschlag als eine riesige Wasserschlacht.

Großer Andrang beim Rheinkultur-Festival. Zu großer Andrang.

Was das Wetter anbelangt, gab es zwar beim Rheinkultur-Festival wenig zu meckern, allerdings hatte man dort ganz andere Probleme. 160.000 Musik-Fans kamen aus allen Himmelsrichtungen zu dem größten Umsonst & Draußen-Festival Deutschlands. Zuviel offenbar. Die Veranstalter sahen sich letztendlich sogar dazu gezwungen, vor einer Anreise abzuraten. 

Die Deutsche Bahn hatte auch sie ihre Schwierigkeiten, die vielen Besucher in ihren Zügen nach Bonn unterzubringen. Zwischenzeitlich kam es sogar zu Ausschreitungen. Es flogen Flaschen und reichlich Eigentum der Bahn ging zu Bruch. Ebenso brutal ging es vor der Hip-Hop Bühne des Festivals zu. Dort trafen zwei offensichtlich rivalisierende Jugendgruppen aufeinander und prügelten aufeinander ein. Als daraufhin das Konzert des Rappers Haftbefehl wurde, stürmten aufgebrachte Zuschauer die Bühne und zerstörten das Equipment. Die Polizei räumte den Bereich um die Bühne und nahm drei Besucher fest. Trotz alledem sprach die Bonner Polizei von einem ruhigen Einsatzverlauf.

Todesfall in Roskilde

Ein sehr trauriger Vorfall ereignete sich beim Rockfestival im dänischen Roskilde. Eine 35-jährige Frau aus dem Großraum Berlin kletterte Augenzeugenberichten zufolge auf dem Turm einer Schwebebahn über die Absperrungen und sprang 30 Meter in die Tiefe. Dabei wurde sie tödlich verletzt. Warum die Frau von dem Turm sprang ist noch unklar. Die Polizei geht jedoch mittlerweile von einem Suizid aus. Ob die Besucherin unter Einfluss von Drogen stand, ist noch nicht bekannt.

 

Kurzmeldungen

Ihr steht auf Supergroups? Ihr mögt Elektro-Pop? Dann solltet ihr Mule & Man, die Kollaboration von Bonaparte und Kid Simius feiern. Die Protagonisten des Videos, das im Prince Charles gedreht wurde, scheinen den Klängen dagegen nicht so viel abgewinnen zu können.... Seht selbst.

Das Warten hat ein Ende: der britische Produzent SOHN hat über Nacht einen neuen Track veröffentlicht und außerdem Konzerttermine in Europa angekündigt. Trockene, analoge Drum-Sounds treffen auf intensive Synthies, verfeinert von SOHN´s wohliger Soul-Stimme.

Mit "Sweetlove" ist der österreichischen Weirdpop-Band wieder einmal ein Song voller Erotik und Ironie geglückt. Den Song gibt es ab jetzt samt Video online!

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Nach "Vienna", "Phoenix" und "Palms" hat Thom Sonny Green nun seinen vierten Vorabtrack zum bald erscheinendem Debüt-Album veröffentlicht. "Preach" ist ein vierminütiges Instrumental aus sphärischen Synthies und tranceartigen Drum-Loops. Das Album "High Anxiety" wird am 19.8. über das selbst...

Elias’ Single „Revolution“ hat ja bereits weltweit die Runde gemacht und Leute umgeworfen. Nun legt uns der junge Singer-Songwriter seinen Song „Down N Out“ mit einem beeindruckenden, aufwändigen Video ans Herz. Irgendwie mussten wir da an Björk denken. Aber schaut einfach selbst.

Die Single "Don't Go" vom Sänger und Songwriter Reece ist bereits im letzten Jahr zu einem kleinen Internet-Phänomen geworden. Nun hat der Berliner Producer Jumpa seine Version des Tracks veröffentlicht. Etwas housig und nach vorne gehend und mit dem Potenzial ein richtiger Radio-Hit zu werden.

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Wir feiern Honne ja sehr. Darum freuen wir uns ganz besonders über den Release ihres ersten Albums mit dem Titel "Warm On A Cold Night", das bei Warner Music erscheint. Eine ausführliche Review zu Honne lest ihr demnächst bei uns. "Warm On A Cold Night" von Honne könnt ihr hier kaufen.