Das Berlin Festival - Viel Lob und viel Potenzial

Auch wenn es etwas voller hätte sein können, das Berlin Festival war toll. Hier unser Rückblick auf den Höhepunkt der Berlin Music Week.

Es mag für viele etwas irritierend gewesen sein, dass das Berlin Festival ausgerechnet mit James Blake begann. Um 14 Uhr. Für viele ein richtiges Highlight des Wochenendes, das  rein musikalisch eher in die dunklen Nachstunden gepasst hätte. Die simple Begründung der Verantwortlichen: Blakes oftmals sehr leisen Klänge sollten nicht von der Musik anderer Bühnen gestört werden. Klingt vernünftig. Wie dem auch sei, Blake half bereits zu dieser frühen Stunde eine ganze Menge Besucher auf das Festival-Gelände zu locken.

(Fotos: Martin Alex)

Die deutlich höhere Besucherzahl war dann auch in der Arena sofort zu spüren und das im wahrsten Sinne des Wortes. Anders als am Vortag dampfte es schon beinahe aus der großen Arena-Halle als Public Enemy auf der Bühne standen. Auch wenn die Rap-Veteranen auf dem elektro-lastigen Gelände etwas deplatziert wirkten, lieferten sie eine ordentliche Show ab und wurden entsprechend gefeiert. Die darauf folgenden Skrillex, Mr. Oizo und Feadz brachten das Publikum bis in die Morgenstunden zum tanzen. Erst gegen 9 Uhr war Feierabend.

Als Berliner konnte man ja von der Schließung des Flughafens Tempelhof denken, was man wollte. Beim Anblick dieser großartigen Location, der riesigen geschwungenen Hangar und des leuchtenden Tempelhof-Schriftzuges darüber, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass es das beste war, den Airport dicht zu machen. Einen vergleichbaren Veranstaltungsort, nahezu mitten in der Stadt, sucht man ansonsten in Deutschland vergebens. Die beeindruckenden Stahlträger und das ausgestellte Flugzeug auf dem Rollfeld, wirkten wie eine Zelebrierung der Technik und erinnerten in diesem von bunten Lichtern geschwängerten Ambiente unweigerlich an die Ferropolis, in der auch Melt!- und Splash!-Festival statt finden

Für manche mögen die 90 € Eintritt vielleicht etwas viel gewesen sein, wenn man bedenkt, dass in anderen Festivalpreisen das Zelten auch noch inbegriffen ist. Wer sich aber ein Mal das gewaltige Line-Up anschaut, wird merken, dass der Preis absolut gerechtfertigt war. Für diejenigen, die beim Festival dabei waren, wird sich diese Frage erst gar nicht stellen, ob das Geld gut investiert war. 

Am Ende waren es dann doch insgesamt 15.000 Besucher, was für dieses Verhältnismäßig kleine Festival doch ziemlich ordentlich ist. Im Berlin Festival steckt noch eine Menge Potenzial und wir freuen uns bereits aufs nächste Jahr.

Kurzmeldungen

Ihr steht auf Supergroups? Ihr mögt Elektro-Pop? Dann solltet ihr Mule & Man, die Kollaboration von Bonaparte und Kid Simius feiern. Die Protagonisten des Videos, das im Prince Charles gedreht wurde, scheinen den Klängen dagegen nicht so viel abgewinnen zu können.... Seht selbst.

Das Warten hat ein Ende: der britische Produzent SOHN hat über Nacht einen neuen Track veröffentlicht und außerdem Konzerttermine in Europa angekündigt. Trockene, analoge Drum-Sounds treffen auf intensive Synthies, verfeinert von SOHN´s wohliger Soul-Stimme.

Mit "Sweetlove" ist der österreichischen Weirdpop-Band wieder einmal ein Song voller Erotik und Ironie geglückt. Den Song gibt es ab jetzt samt Video online!

Unter den drei Tracks der EP ist auch das Ben E. King Cover "Stand By Me", das Florence Anfang des Jahres veröffentlichte. Auf den drei Tracks erschafft die preisgekrönte britische Musikerin wie gewohnt mystische und sphärische Klangwelten, gespickt mit hymnischen Melodien. Das Album kann man für...

Nach "Vienna", "Phoenix" und "Palms" hat Thom Sonny Green nun seinen vierten Vorabtrack zum bald erscheinendem Debüt-Album veröffentlicht. "Preach" ist ein vierminütiges Instrumental aus sphärischen Synthies und tranceartigen Drum-Loops. Das Album "High Anxiety" wird am 19.8. über das selbst...

Elias’ Single „Revolution“ hat ja bereits weltweit die Runde gemacht und Leute umgeworfen. Nun legt uns der junge Singer-Songwriter seinen Song „Down N Out“ mit einem beeindruckenden, aufwändigen Video ans Herz. Irgendwie mussten wir da an Björk denken. Aber schaut einfach selbst.

Die Single "Don't Go" vom Sänger und Songwriter Reece ist bereits im letzten Jahr zu einem kleinen Internet-Phänomen geworden. Nun hat der Berliner Producer Jumpa seine Version des Tracks veröffentlicht. Etwas housig und nach vorne gehend und mit dem Potenzial ein richtiger Radio-Hit zu werden.

Es ist immer wieder beeindruckend, was für tolle Tracks man mit denkbar überschaubarem Equipment zaubern kann. Rico Loop braucht dafür nur ein Micro und seine Loop-Station. Eine Bühne braucht er dafür auch nicht. Den Part übernimmt die Oranienstraße in Kreuzberg, die er auf kreative Weise in diesen...

"Mount Ninji And Da Nice Time Kid" wird das kommende Album der Zef-Raver heißen. Erscheinen wird es am 16.09.16 Eine erste Single gibt's auch schon: "Banana Brain". Hier könnt ihr sie euch angucken. " Mount Ninji And Da Nice Time Kid" könnt ihr hier vorbestellen .

Wir feiern Honne ja sehr. Darum freuen wir uns ganz besonders über den Release ihres ersten Albums mit dem Titel "Warm On A Cold Night", das bei Warner Music erscheint. Eine ausführliche Review zu Honne lest ihr demnächst bei uns. "Warm On A Cold Night" von Honne könnt ihr hier kaufen.