Bangarang - Das Warten auf Skrillex und 7 Gründe ihn zu lieben

Am 24.2. ist es soweit: Der gefeierte Dubstep-Star und dreifacher Grammy Gewinner Skrillex kommt nach Berlin. Ursprünglich war ja das Astra angedacht, aufgrund der großen Nachfrage wurde das Konzert jedoch in die deutlich größere Columbiahalle verlegt. Wir bereiten uns jedenfalls fleißig darauf vor, schreiben sicherheitshalber schon Mal ein paar Interviewfragen auf und haben uns Skrillex‘ aktuelle EP schicken lassen, die am 27.1. auf Warners neuem Electro-Label Bitclap erschienen ist. Lest in unserer Kritik schon mal, was euch an neuen Tracks erwartet.

Right In

... entfernt sich von allen Dubstep-Tracks am meisten vom gewohnten Skrillex-Sound. Nach den Drops wird hier mit besonders vielen Höhen gearbeitet. Im Großen und Ganzen bleibt dieser Track eines der minimalistischsten Stücke vom Dubstep-Star. Die aggressiven Electro-Sounds vollführen ein kleines rhythmisches Spiel und die sonst so präsenten Akkorde werden praktisch nur angedeutet. Trotz wenig Bass bringt uns diese Nummer zum Kopfnicken.

 

Bangerang (feat. Sirah)

Eines der wenigen Lieder von Sonny Moore in denen er sich von den gewohnten Geschwindigkeiten entfernt. Bei smoothen 110 bpm wird hier zum Beat genickt, der genauso straight ist, wie in fast all seinen Tracks. Sirah, die in Kyoto noch ganze Rap-Passagen bekommt, dient hier nur als Sample-Spender. Schönes Ding und ein sehr würdiges Titellied für die EP.

Breakin‘ a Sweat (feat. The Doors)

Dieser Track ist im Rahmen des Projektes RE:GENERATION in Zusammenarbeit mit den legendären Doors entstanden. Breakin‘ a Sweat ist von allen Nummern auf der EP die mit den bekanntesten und zugleich, die mit den ungewöhnlichsten Klängen. Neben die skrillex-typischen harten, verzerrten Sounds gesellen sich orientalische Percussion-Klänge und das von The Doors eingespielte Gitarren-Riff. Außergewöhnlich ist in jedem Fall, dass wir in der Bridge Sonny Moores unbearbeitete zu hören bekommen. Für gewöhnlich hört man seine hohe Stimme nur, wenn er bei seinen Konzerten ins Mikrofon schreit um das Publikum anzuheizen. In jedem Fall, eine geile Nummer, zu der man abgehen muss.

Devils Den (feat. Wolfgang Gartner)

Straighte Electro-Nummer bei 128 Bpm, allerdings ohne die Skrillex-typischen Elemente auszulassen. Teilweise klingt der Track eher nach Deadmau5, was angesichts der bereits existieren Kollaboration von Wolfgang Gartner mit dem Altmeister wenig überrascht. Die Dubstep-Charakteristiken kommen selbstverständlich auch nicht zu kurz, was Devils Den fast zum Subgenre des  Drumstep hinübergleiten lässt. Umso überraschender ist es, dass der Track nach knapp drei Minuten doch den kleinen Tempowechsel wagt, um zum Dubstep in Reinform zu werden. 

 

Right on Time (feat. Kill The Noise & 12th Planet)

Lange Zeit wissen wir nicht, wo der Track hinsteuert. Lange klingt es tendenziell eher nach einer Mischung aus Kuduro und Techno. Der Bass pumpt im hohen Tempo, die Claps werden lauter, die Synthies steigen in die Höhe. Bis urplötzlich das Tempo gedrosselt wird, als hätte jemand dem Plattenspieler den Stecker gezogen. Mit einem Schlag sind sacken wir satte 40 Bmp ab. Und was dann aus den Lautsprechern dröhnt, ist weder das, was wir von Sonny Moore kennen, noch, was wir nach dem bisher gehörten erwarten konnten. Wir werden in einen Beat irgendwo zwischen Electro und Hip-Hop geworfen, nur um kurze Zeit später hinaus gezerrt zu werden. Dieser Track ist wie ein kleiner Trip.

Kyoto (feat. Sirah)

Der Track dürfte exemplarisch dafür stehen, warum der neuere Dubstep bei eingefleischten Hip-Hoppern genauso gut ankommt, wie bei alteingesessenen Rockfans. Die US-Rapperin und Sängerin Sirah, die bereits auf Skrillex erster EP vertreten war, rappt auf recht angriffslustige Weise zu schroffen Gitarren-Riffs und verzerrten Electro-Sounds. Begleitet von einem Beat, der besonders in den Strophen stark an die Dynamik des Crunk erinnert. Meiner Meinung nach die stärkste Nummer auf dieser EP.

Summit (feat. Ellie Goulding)

... ist für Skrillex-Verhältnisse ein unheimlich ruhiges Lied. Zwar haben wir hier satte Snares und Kicks, darüber legt sich aber nur ein ein simpler, fast schon kindlich anmutender Synthie. Die meiste Zeit fragt man sich, wo denn die angekündigte Ellie Goulding ist. Scheinbar versteckt sie sich hinter dem stark zerfrickelten Sample, das sich um die anderen Sounds tummelt. Nachdem die Nummer irgendwann etwas Fahrt aufgenommen hat, ist dann auch die unverfälschte, engelshafte Stimme von Ellie Goulding zu hören. Angenehm ruhige Nummer, die eher zum Entspannen als zum Tanzen anregt.

 

 

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