UFO361 im Huxleys - Konzertbericht

Konzertmarathon April/Mai. Nach Singer-/Songwriterfolk und Cloudrap folgte nun am 30.04.17 mit UFO 361 ein Trapgeballer allererster Güte im ausverkauften Berliner Huxleys. 

Erwartungshaltung (an anderer Stelle schonmal angesprochen) eher so semi, ging´s nach gemeinsamen Fooden Richtung Hasenheide. Überlange Schlange - direkt Abturn. Egal, einreihen, warten, reingehen. Tickets stilecht im Neuköllner Späti ausgedruckt, was kostet die Welt. Shoutout an dieser Stelle an die netten Securityguys, welche sich nicht mal im Ansatz die Mühe machten die anstehenden Besucher nach illegalen Kräutermischungen zu durchsuchen. Ich rede natürlich nicht von uns, lel. Schieben wir´s auf die Logistik und ausgeklügeltes Zeitmanagement, so war schließlich die Einlasszeit auf ein Minimum beschränkt.

Angekommen, Jacken weg und auf dem Weg zur Bar durch eine Dunstmauer aus süßlichem Duft. What a time... Naja, ihr wisst schon. Mit Getränken versorgt - hoch zur Tribüne. Vorteil im Huxleys: selbst als kleiner Mensch hat man von nahezu überall besten Blick. DJ als Voract, das Einheizen funktonierte dank aktueller Tunes ala "DNA" und "Mask Off" vorzüglich. Kurz nach 9 Stille, Introansage, 808-Kicks und der Anti-JFK betrat mit "Ich Bin 1 Berliner" die Bühne. Im gelben Wintermantel.

Kurze Anmerkung meinerseits: Ich bin selten bis nie Fan von deutschsprachigen Künstlern, welche Amisound 1 zu 1 versuchen zu kopieren, da die allermeisten grandios daran scheitern. Nicht so Ufuk aus Kreuzberg. Keiner, wirklich keiner versteht es, den Amitrapsound so perfekt auf deutsch zu adaptieren und dabei noch seine eigene Note beizumischen. Die Horde, bestehend aus 16-jährigen Kids bis hin zum 40-jährigen Spexhipster, gab UFO mit textsichersten Sprechchören die perfekte Resonanz auf seinen Sound. Hier kam zusammen, was zusammen gehörte.

Lila Wolken vernebelten den kollektiven Verstand und der Abend wurde von Note 1 an zu einem (Trap) Turn-Up der deutschlandweit auf viele Jahre seinesgleichen suchen wird. Jede Zeit hat die Rapper, die es verdient und im Huxleys erlebte man mit UFO361 DEN Rapper der Stunde. Dass UFO noch nie ein offizielles Konzert in seiner Heimatstadt gespielt hat und bei seiner Entjungferung eine Location in der Größe des Huxleys (vorab musste die Show zweimal (!!!) hochverlegt werden) ausverkauft spricht für sich. Direkt mit dem ersten Song hatte ich schon kein Bock mehr die Setlist aufzuschreiben, zu nice war dieser Abend. Nach dem Titeltrack folgte ein bunter Mix seiner "IB*B"-Trilogie: "Scottie Pippen", "Der Pate", der Remix des Titeltracks, "110", "Scheiß Auf Eure Party", "Mister T", "James Dean"... selbst sperrige Songs wie "Du Weißt Wo Ich Wohn" wurden frenetisch aufgenommen und von Ufuk, trotz Stimmbandentzündung, selbst so hart gefeiert, dass man es ihm nur gleich machen konnte.

"Scheiß Auf Eure Party" mündete im massiven Gruppenchor, welcher intensiver war als jeder Gesangsgottesdienst und das Konzert endete mit "Alles Für Die Gang" mit einer kompletten Gang auf der Bühne inkl. seines Featuregastes GZUZ, welcher den Rest der 187ers mitbrachte und der Huldigung seiner Idole "Migos", welcher zuvor noch vom Publikum nahezu alleine acapella vorgetragen wurde. Der überragende Sound im Huxleys sei an dieser Stelle gesondert gepriesen. Es wird wirklich verdammt schwer dieses Konzert in diesem Jahr noch zu übertreffen. JajajajaJAjaja.

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