LGoony im Gretchen - Turn Up aus der Zukunft

Nachdem ich in den letzten zwei Jahren zum LGoony Fanboy mutierte, es aber bislang nicht schaffte, mir mal ein Konzert von ihm zu geben, hat es nun am 27.04.2017 endlich mal gepasst. 

LGoony ist derzeit auf Lichtgang Tour 3017 durch Deutschland und uns damit ein Jahrtausend voraus. Ebenso der heutigen Technik, welche leider noch nicht auf diesen Futuristicshit ausgelegt war. Dazu später.

Gegen 20:45 befanden wir uns umgeben von Gürteltaschenfetischisten und Filajackenträgern in einem nicht ganz ausverkauften Berliner Gretchen, welches ich bislang weniger als Konzertlocation wahrgenommen habe, sondern eher als Veranstaltungsstätte für ominöse Dubstep und Drum´n´Bass-Parties. Als wir eintrafen, lief bereits das Warm Up DJ-Set. Kurz nach 21 Uhr folgte dann der Auftritt von LGoony, welcher zuvor vom wirklich feierwütigen Berliner Publikum mit Namenssprechchören herbeigerufen wurde.

Das Set wurde mit "Kanye West" vom aktuellen Album "Intergalactica" gestartet, leider ohne Haiyti-Feature. Obwohl der Sound bereits zu Beginn ziemlich scheiße war, merkte man LGoony und seiner Gang von der ersten Sekunde an, dass sie richtig Bock auf das haben, was sie da tun. Das komplette Set bestand aus einer bunten Mixtur durch den gesamten musikalischen Backkatalog. Nach dem Introsong dacht ich mir bereits "Oida Wow" - krass war das Publikum textsicher - und bekam spontan Bock auf die Barzahlung eines neuen "Lambo Gallardo". Leider fehlten zwei Ösis, die mich wohl endgültig überzeugt hätten. Nachdem LGoony einen neuen Track performte, folgte etwas Realtalk, dank dem wir wissen, dass die Schwerkraft nur eine "Lüge Der Medien" sei und wir hier ohnehin nur im Truman´schen "Utopia" leben. Nachdem es dann High Noon mit "Gary Cooper" schlug, wurde Backup-MC Yaesyaoh vorgestellt, welcher dann selbstständig noch zwei Songs vorstellte und uns u.a. darüber aufklärte, dass seine Augen "Blau Blau" sind. Was gar nicht stimmt.

Auf Grund dieser alternativen Fakten machten wir erst mal eine Raucherpause im Vorraum. Bis dahin eine schöne Show, wenn da nicht die Eingangs erwähnten Technikprobleme gewesen wären, welche im Laufe des Abends immer öfter auftraten und nur bedingt behoben werden konnten. Regelmäßig wurden Songs mit einem noisigen Rauschen durchzogen und wurden dadurch unter- bzw. abgebrochen. Dazu kam dann noch eine etwas merkwürdiger Soundmix: Bässe zu lasch und ohne Druck - Stimme kalt, klinisch und, joa, ebenfalls ohne Druck. LGoony und sein Haus- und Hof-DJ AsadJohn spielten das Set dennoch souverän runter und konnten uns versichern, dass es solche Probleme in der fernen Zukunft nicht mehr geben wird, da sich Technik im Jahre 3017 ohnehin nicht durchgesetzt hat.

In "Fly Shit" betonte LGoony mit Nachdruck, dass wir niemals so sein werden wie er und offenbarte uns daraufhin intergalaktische Geschichten wie er als Battlestar mit seinem Raumschiff nach Caprica driftet. Leider muss er sein "UFO" wieder alleine steuern, was aber kein Problem darstellt, da er auch alleine alles kriegt, was er will. Ich glaub ihm. Einen kurzspacigen Auftritt legte Specialguest Ahzumjot hin, auch wenn mir der Track völlig unbekannt war und auch so bleiben wird. Romantisch wurde es beim gemeinsamen "Moonwalk" bis nach "Babylon", bis wir schlussendlich endgültig "Heilig" gesprochen wurden. Ironischerweise kann auch an dieser Stelle, trotz anhaltender technischer Probleme und einem doppelten Songstart, endlich mal der Sound gepriesen werden. Und was macht man, wenn es am Schönsten ist? Richtig. Gehen. Also legten wir passend zum gerade laufenden Track einen klassischen Tokyo Drift hin. 

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