Kumpelbasis erklären Berlin

Die Altpunks von Kumpelbasis legen mit „Der Luxus unter wilden Tieren“ knallharte Berlin-Lektionen vor, erlebt und gelernt durch die Brille des Punkrock.

Gegenstand sind das alltägliche Berliner Leben und die Kritik daran im Besonderen. Die Texte pendeln zwischen Attitüde und Plattitüde ("Geld ist deine Freiheit, alte Träume sind zu teuer" - aus Keine Zeit vs. "Ihr hört alle viel zu laute Musik und habt dabei Spaß, das

macht mich verrückt / Hier wird nur nach meinen Regeln gelebt / Tust du das nicht, nehm ich dich ins Gebet" aus Der Misanthrop). Es ist alles vorhanden, was als Widerspiegelung der Berliner Punkrock-Szene verstanden werden darf. Man grenzt sich von gewissen Lebensentwürfen ab und besingt die eigenen.

Versteht man diese Platte allerdings als Soundtrack der fünf Bandmitglieder, bekommt man einen Eindruck von der Liebe zur eigenen - versifften, kaputten, liebenswerten - Stadt, zum eigenen Kiez, zum eigenen Mikrokosmos, und eine Ahnung von den Abgründen die sich gleichzeitig auftun, von den Tretmühlen, die man zu vermeiden versucht und vom "eigenen Zimmer unten im Keller", der eigenen privaten Zelle ohne Fenster, an deren Wand man von Zeit zu Zeit starrt.

Musikalisch wird die angestaubte Assoziation, die man mit deutschsprachigem Punkrock verbindet, auf abwechslungsreiche Art und Weise umschifft. Mal handfest wie es im Buche steht, mal in Richtung Reggae, mal auf Spanisch, sogar ein Slime-Cover (Albtraum) ist dabei - aber immer mit der eigenen spezifischen, rotzigen Haltung.

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Kurzmeldungen

Es ist immer wieder beeindruckend, was für tolle Tracks man mit denkbar überschaubarem Equipment zaubern kann. Rico Loop braucht dafür nur ein Micro und seine Loop-Station. Eine Bühne braucht er dafür auch nicht. Den Part übernimmt die Oranienstraße in Kreuzberg, die er auf kreative Weise in diesen...

Dust Bolt sind uns das erste Mal bei den Metal Hammer Awards 2013 zu Gehör gekommen. Am 08. Juli haut die Thrash-Metal Kapelle aus Bayern ein neues Album namens "Mass Confusion" raus. Um den Staub schon mal vom CD-Regal zu blasen gibts seit dem 23.6. die erste Single zu hören!