Kumpelbasis erklären Berlin

Die Altpunks von Kumpelbasis legen mit „Der Luxus unter wilden Tieren“ knallharte Berlin-Lektionen vor, erlebt und gelernt durch die Brille des Punkrock.

Gegenstand sind das alltägliche Berliner Leben und die Kritik daran im Besonderen. Die Texte pendeln zwischen Attitüde und Plattitüde ("Geld ist deine Freiheit, alte Träume sind zu teuer" - aus Keine Zeit vs. "Ihr hört alle viel zu laute Musik und habt dabei Spaß, das

macht mich verrückt / Hier wird nur nach meinen Regeln gelebt / Tust du das nicht, nehm ich dich ins Gebet" aus Der Misanthrop). Es ist alles vorhanden, was als Widerspiegelung der Berliner Punkrock-Szene verstanden werden darf. Man grenzt sich von gewissen Lebensentwürfen ab und besingt die eigenen.

Versteht man diese Platte allerdings als Soundtrack der fünf Bandmitglieder, bekommt man einen Eindruck von der Liebe zur eigenen - versifften, kaputten, liebenswerten - Stadt, zum eigenen Kiez, zum eigenen Mikrokosmos, und eine Ahnung von den Abgründen die sich gleichzeitig auftun, von den Tretmühlen, die man zu vermeiden versucht und vom "eigenen Zimmer unten im Keller", der eigenen privaten Zelle ohne Fenster, an deren Wand man von Zeit zu Zeit starrt.

Musikalisch wird die angestaubte Assoziation, die man mit deutschsprachigem Punkrock verbindet, auf abwechslungsreiche Art und Weise umschifft. Mal handfest wie es im Buche steht, mal in Richtung Reggae, mal auf Spanisch, sogar ein Slime-Cover (Albtraum) ist dabei - aber immer mit der eigenen spezifischen, rotzigen Haltung.

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Kurzmeldungen

Die wundervolle Banks veröffentlicht mit "Crowded Places" einen neuen Song.

Egotronic raven wieder gegen Deutschland und sind mit ihrem Anti-Rassismus-Song relevanter denn je.

Lasst alles stehen und liegen. Fleet Foxes sind wieder da.

Die Berliner Kultband Drive By Shooting (kurz DxBxSx) hassen euch alle. Mal drei. Und sich selbst.

Zwar schon ein paar Tage her, aber dennoch eine Meldung wert: Full Of Hell veröffentlichen mit "Deluminate" einen Vorgeschmack auf ihr neues Album "Trumpeting Ecstasy".

Es ist wieder Zeit für neue Musik des Elektro-Swing-Pioniers Parov Stelar.

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Was bitte isn das für ne Scheiße?

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Die Kritikerlieblinge veröffentlichten am Abend des 19.01.17 einen neuen Song mit dem Namen "I Give You Power" und klingen dabei gewohnt ungewohnt. Die Band vereint funkige Rhythmen mit elektronischen Sounds, dazu kommt der soulige Gastgesang von Grammypreisträgerin und Soulsängerin Mavis Staples.