Musikunternehmer werden Bio

08. August 2011 - Magazin
Verfasser: Jens Fischer

Ökoaction in der Musikbranche: Der Strom für Elektro und Metal kommt nun aus erneuerbaren Energiequellen. Columbiahalle, Postbahnhof und selbst die Metalatzen von Century Media sind bereits umgestiegen und wollen so ein Signal setzen.
Die energiefirma "naturstrom" und der Verband unabhängiger Musikunternehmen e. V. (VUT) arbeiten gemeinsam für eine grünere und nachhaltigere Musiklandschaft. Ein Rahmenvertrag sichert den knapp 1.250 Mitgliedsunternehmen des VUT bei einem Wechsel zum unabhängigen Ökostromer attraktive Konditionen – so sollen möglichst viele Labels, Verleger, Produzenten und Vertriebe zum eigenen Atomausstieg ermutigt werden.

„Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien, das ist nicht erst seit Fukushima klar“, so VUT-Vorstandsmitglied Jörg Fukking. „Wir freuen uns daher ganz besonders, mit naturstrom einen Partner für den Bereich Stromversorgung gefunden zu haben, der bei Umweltverbänden und Branchenkennern maximale Glaubwürdigkeit genießt.“ Den eigenen Wechsel zum bundesweit aktiven Düsseldorfer Anbieter hat der VUT kürzlich eingeleitet, Jörg Fukking erhofft sich von dem Schritt eine Signalwirkung für die Verbandsmitglieder: „Wir sind optimistisch, dass viele unserer Mitglieder nachziehen. Als konzernunabhängiger Anbieter passt naturstrom bestens zu uns. Es ist schön, wenn auf beiden Seiten Überzeugungstäter am Werk sind.“

Auch naturstrom-Vorstand Oliver Hummel sieht in der Kooperation große Chancen: „Die Partnerschaft mit dem VUT ermöglicht es uns, die Musikwirtschaft in ihrer ganzen Breite für eine saubere und zukunftsfähige Energieversorgung zu gewinnen. Schließlich decken die VUT-Mitglieder zusammen mehr als 50 Prozent der jährlichen Neuveröffentlichungen auf dem deutschen Musikmarkt ab.“ Bislang sind aus der Musikbranche bereits so unterschiedliche Unternehmen wie das Weltmusiklabel Piranha, die Dortmunder Metalspezialisten Century Media, der Tourneeveranstalter Konzertagentur Berthold Seliger oder die als Veranstaltungslocations über die Berliner Grenzen hinaus bekannten Columbiahalle und Postbahnhof auf naturstrom umgestiegen. „Gerade in den letzten Monaten hat sich viel bewegt“, so Hummel. „Diesen Schwung wollen wir gemeinsam mit dem VUT mitnehmen.“
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